Konkret machten die im NIQ Markt Monitor Schweiz abgedeckten Detailhändler im Lebensmittel- und lebensmittelnahen Bereich (Food/Nearfood) 1,2 Prozent mehr Umsatz. Im Nonfood-Sektor wird das Plus auf magere 0,6 Prozent beziffert.
Bei den Lebensmitteln verzeichnen Süsswaren und Snacks erneut die deutlichste Wachstumsdynamik, getrieben von klaren Preiserhöhungen bei leicht rückläufiger Absatzmenge. Tiefkühlprodukte wachsen ebenfalls spürbar, mengengetrieben bei weitgehend stabiler Preisentwicklung. Die Kategorie Kochzutaten stagniert umsatzseitig, da eine negative Preisentwicklung den Mengenzuwachs kompensiert. Nahrungsmittel wachsen moderat, wobei der leichte Absatzanstieg durch stabile Preise unterstützt wird, wie NIQ schreibt.

Weniger Bier, mehr Mineral
Der Getränkemarkt zeigte sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt leicht rückläufig. Innerhalb des Marktes nimmt der Konsum alkoholischer Getränke weiterhin ab, begleitet von sinkender Absatzmenge bei weitgehend stabilen Preisen. Einzig bei Ready-to-Drink-Produkten zeigt sich eine stark positive Dynamik, die sowohl im Umsatz wie auch im Absatz markant zulegt. Bei den alkoholfreien Getränken konnte ein moderates Umsatzwachstum erzielt werden. Besonders Mineralwasser verzeichnet einen deutlichen Anstieg, getragen durch höhere Absatzmengen bei gleichzeitig steigenden Preisen. Demgegenüber bleibt der Saftmarkt rückläufig, da spürbare Preiserhöhungen die Nachfrage dämpfen.

Der Bereich Frischprodukte verzeichnet 2025 gegenüber dem Vorjahr ein solides Umsatzplus, das primär durch eine gesteigerte Nachfrage getragen wird. Besonders Metzgereiprodukte, Milchprodukte und Früchte entwickeln sich positiv. Bei den Früchten führen sinkende Preise zu einem kräftigen Anstieg der Absatzmenge. Eine gegensätzliche Entwicklung zeigt sich im Gemüsebereich: Trotz wachsender Absatzmengen resultieren starke Preisrückgänge in einem insgesamt rückläufigen Umsatz.

Online wächst weiter
Der Trend weg vom stationären Handel hin zum Online-Shopping bleibt derweil bestehen. Per Ende Dezember 2025 lag das kumulierte Wachstum beim Einkauf im Internet im letzten Jahr laut NielsenIQ bei rund 10 Prozent. Der Umsatz in den Läden dürfte daher auch 2025 erneut gesunken sein.

Die Zahlen des NIQ Markt Monitor erheben indes laut dem Marktforscher selbst keinen Anspruch auf Repräsentativität für den Gesamtmarkt. Die untersuchten rund 40 grossen Schweizer Detailhändler decken den Angaben zufolge rund 40 bis 50 Prozent des gesamten Detailhandelsumsatzes ab. Nicht integriert sei der Fachhandel.

Branchenverband sieht Rückgang
Gemäss den neusten Zahlen des Branchenverbands Swiss Retail Federation von Mitte Januar ist der Detailhandelsumsatz 2025 nominal um bis zu 1,3 Prozent geschrumpft. So geht der Verband davon aus, dass die Food-Branche zwar um rund 2,5 Prozent zulegte, der Non-Food-Bereich derweil um etwa 4 Prozent absackte.

Eine Trendwende sei zudem nicht in Sicht, meinte der Verband damals. Faktoren wie geopolitische Unsicherheiten, hohe Krankenkassenprämien sowie die nach wie vor als hoch empfundenen Preise im Detailhandel dürften den Konsum 2026 weiterhin bremsen.