Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz 46 270 Landwirtschaftsbetriebe gezählt, 1,7% weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft leicht auf 145 600 (–1,5%). Der Frauenanteil nimmt langsam, aber stetig zu. 8,1% Prozent der Betriebe wurden 2025 von Frauen geleitet, gegenüber 5,4% zehn Jahre zuvor. Die durchschnittliche Fläche der Landwirtschaftsbetriebe wächst weiter. Sie erhöhte sich gegenüber 2024 um 0,4 Hektare (ha) auf
22,5 ha. Während die Zahl der Betriebe mit einer Fläche unter 30 ha zurückging (–2,7%), nahm jene der grösseren Betriebe zu (+1,4%).
Weniger Biobetriebe, aber mehr Bioanbaufläche
Bei den Biobetrieben ist mittlerweile die gleiche Entwicklung zu beobachten wie im gesamten Landwirtschaftssektor: Es gibt weniger, dafür grössere Betriebe. Nachdem die Zahl der Biobetriebe ab 2011 zugenommen und sich 2024 stabilisiert hatte, ging sie 2025 leicht zurück (auf 7819; –0,9%). Im Durchschnitt bewirtschafteten die Biobäuerinnen und -bauern 24,6 ha.
Parallel dazu nahm die nach biologischen Methoden bebaute landwirtschaftliche Nutzfläche (LN) weiter zu. 2025 lag sie bei 192 300 ha und machte damit 18,5% der gesamtschweizerischen LN aus. Einige Bioproduktionen legten besonders stark zu, darunter Zuckerrüben (+23,9%), Raps (+17,1%), Soja (+5,1%) und der Gemüsebau (+5,0%).
Die Entwicklung fiel je nach Region jedoch unterschiedlich aus. Am stärksten vergrösserte sich die Bioanbaufläche in den Kantonen Neuenburg (+6,1%), Thurgau (+3,3%) und Luzern (+2,9%). In den Kantonen Jura und Wallis sowie in der Zentralschweiz gingen sie hingegen leicht zurück.
Gemüsebau floriert
2025 umfasste die LN der Schweiz 1 040 000 ha. Sie bestand überwiegend aus Naturwiesen und Weiden (58%) sowie aus Ackerland (39%). Der Rest der LN entfiel hauptsächlich auf Dauerkulturen wie Rebland und Obstanlagen.
Die Anbaufläche für Getreide, der mit 139 000 ha wichtigsten Anbaukultur in der Schweiz, nahm nach einem Rückgang im Jahr 2024 wieder um 2,0% zu. Die Fläche für Weizen blieb trotz leichter Schwankungen insgesamt stabil, jene für Gerste setzte ihren Abwärtstrend fort. Deutlich vergrössert haben sich hingegen die Anbauflächen für Dinkel und Roggen.
Wie in den vergangenen zehn Jahren nahm die Gemüsebaufläche auch 2025 weiter zu (13 400 ha, +5,0%), besonders stark in den Kantonen Bern, Zürich und Aargau. Bei der Zuckerrübenfläche
(17 500 ha, +4,5%) bestätigte sich die 2023 eingesetzte Aufwärtsbewegung. Sonnenblumen und Raps, die beiden wichtigsten Ölpflanzen, machten zusammen 30 500 ha aus.
Die Kartoffelfläche belief sich erstmals seit 2018 auf über 11 000 ha. Auch die Anbaufläche für Soja, das hauptsächlich als Futtermittel verwendet wird, legte 2025 weiter zu: Sie ist seit 2020 um 67% auf 3400 ha angewachsen.
Milchviehbestand rückläufig, Geflügelbestand weiterhin im Anstieg
Der Rindviehbestand ging 2025 insgesamt um 0,3% zurück. Vor allem die Zahl der Milchkühe verringerte sich als Folge internationaler Spannungen und einer Überproduktion weiter (524 400 Tiere, –0,6%). Es handelt sich hierbei um einen grundlegenden Trend: In den letzten zehn Jahren ist der Milchkuhbestand um 10% geschrumpft, während der restliche Kuhbestand, darunter die Mutterkühe, im gleichen Zeitraum an Bedeutung gewonnen hat (+26%).
Die Geflügelhaltung befindet sich weiter im Aufwind (+1,7%). Sowohl der Bestand der Legehennen (+1,9%) als auch jener der Mastpoulets (+2,2%) stieg an. Ein Fünftel der Mastpoulets wurden unter dem Bio-Label aufgezogen.
Nach einer Wachstumsphase im Jahr 2022 nahm der Schweinebestand in den Folgejahren wieder ab. 2025 umfasste er noch 1 257 700 Tiere. Die biologische Schweinehaltung bleibt mit 2,8% des Gesamtbestands gering.
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