Roger Käslin, Standortleiter Inoverde Sursee, führte durch den Kurstag und zeigte auf, weshalb Steinobst im Schweizer Früchtehandel eine wichtige Rolle spielt. Die hohe Nachfrage und das attraktive Umsatzpotenzial gehen jedoch mit besonderen Herausforderungen einher: Steinobst ist empfindlich, nur begrenzt lagerfähig und stark von Witterungseinflüssen abhängig. Entsprechend schnell können sich Angebot, Qualität und Preise verändern.

Ergänzend wurden die wichtigsten Steinobstarten sowie deren Anforderungen an Produktion und Vermarktung behandelt. Dabei wurde deutlich, dass Faktoren wie Kaliber, Farbe, Festigkeit und Frische für den Verkaufserfolg oft entscheidender sind als die eigentliche Sorte.

Am Nachmittag stand die Praxis im Mittelpunkt. Auf dem Betrieb von Matthias Käslin, der sich aktuell im ersten Umstellungsjahr auf Bio befindet, erhielten die Teilnehmenden einen direkten Einblick in den modernen Steinobstanbau. Patrick Stefani, Leiter Beschaffung Steinobst und Anbauberater Früchte, ergänzte die Betriebsführung mit wertvollen Informationen zu den Chancen und Herausforderungen der Produktion. Bei der Besichtigung verschiedener Kulturen und Anbausysteme wurden Themen wie Sortenwahl, Kulturführung und Qualitätssicherung direkt vor Ort diskutiert.

Wir danken den Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich für ihr Interesse, die engagierten Diskussionen und den wertvollen Erfahrungsaustausch.

Ein besonderer Dank gilt Roger Käslin für die fachkundige Kursleitung sowie Patrick Stefani und Matthias Käslin für die wertvollen Einblicke in Produktion und Anbaupraxis.